Martin Amerbauer  

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Laudatio anläßlich der Ausstellungseröffnung „Skulpturen“ in der Galerie KG Freiräume, Hallein am 19. April 2013

 

 

Martin Amerbauer wurde 1962 in Linz / Donau geboren. 1981 begann er mit dem Studium der Mathematik, Philosophie und Politikwissenschaft in Salzburg. Seit dem Abschluss der Studien im Jahr 1993 arbeitet er an der Universitätsbibliothek Salzburg.

 

Seine Kreativität äußert sich zunächst intellektuell-wissenschaftlich mit theoretischen Arbeiten zur Logik und Mathematik sowie dem Verfassen einführender Werke zur asiatischen und interkulturellen Philosophie. Die Liebe zur Literatur begleitet ihn beruflich und privat bis heute. Als Lehrer der asiatischen Kampfkunst Aikido setzt er sich länger als ein Jahrzehnt mit der Philosophie auf körperlicher Ausdrucksebene auseinander.

 

Weiters drückt sich Martin Amerbauers Begabung im Schaffen von Steinskulpturen und Objekten aus Holz und Metall aus. Er sucht seine Lehrer in der afrikanischen Kunst und findet sie in Tapfuma Gutsa, Tendai Rukodzi, Factor Ziira und Washington Msonza, alles Künstler aus Simbabwe in der Tradition der Shona Bildhauer.

 

Beim Rückzug in sein Atelier findet der Künstler einen Ort, wo niemand ist, nur er und der Stein. An diesem Ort kann die Suche nach der Schönheit menschlicher Formen im Stein beginnen. Der Herstellungsprozess ähnelt einer Geburt und ist vielfach mit der eigenen Lebensgeschichte verbunden. In diesem kathartischen Prozess gelingt es oft, belastende Momente von der Seele abfallen zu lassen.

 

Die Arbeit am Stein bedeutet intensive körperliche und geistige Anstrengung. Martin Amerbauers Skulpturen entstehen in vielen Stunden von den ersten groben Schlägen bis zum abschließenden Schleifen, Wachsen und Polieren. Gleichzeitig fordern sie eine ausgeprägte räumliche Vorstellungskraft und den Mut, spontanen Ideen des Kopfes und der Hände zu folgen. Die geistige Auseinandersetzung ist gepaart mit Ausdauer, der Liebe zum Detail und Genauigkeit in der Ausführung. Diese Suche nach Schönheit prägt auch seinen Umgang mit den Dingen des täglichen Lebens.

 

Martin Amerbauers Skulpturen und Objekte entspringen der sinnlichen Liebe zur Form. Sie sind lebendig und strahlen dennoch eine Ruhe aus, die aus ihrem Zentrum kommt. Sie drücken mit elementaren Formen Empfindungen aus, halten Überraschungen bereit oder erzählen eine Geschichte, ohne dem Betrachter den Raum für Assoziationen zu nehmen.