Martin Amerbauer  

SKULPTUREN

 

Biografie

Publikationen

Ausstellungen

Kontakt

Home

Stein

Metall

Holz

Tour

Presse

Datenschutz

Preise/Auszeichnungen

Laudatio von Frau Simone Monu anläßlich der Ausstellungs­eröffnung „Skulptur“ in der Galerie Matombo, Salzburg am 21. März 2014

 

 

Mit einem solchen Ballhead, einer kleinen informellen Serpentinskulptur aus Simbabwe hat alles begonnen. Wir freuen uns sehr dass Martin Amerbauer über die Galerie Matombo im Jahr 2000 seine Inspiration gefunden hat und mit einem kleinen Ballhead beseelt über mehrere Jahre bei Meistern der Steinbildhauerkunst aus Simbabwe das Hand­werk des Bildhauers erlernt und mit seiner eigenen künstlerischen Note versehen hat.

 

Ich möchte kurz auf die nicht nur im afrikanischen Kontext sondern auch im asiatischen Kontext sehr wichtige Meister-Schülerbeziehung eingehen. Martin Amerbauer hat zuvor die fernöstliche Kampfkunst Aikido studiert. Auch hier ist die Beziehung von Meister und Schüler ausschlaggebend, und der Meister wünscht sich nichts sehnsüchtiger, als dass seine Schüler nicht nur in seine Fussstapfen treten, sondern eigene, neue Wege beschreiten und über den Horizont des Meisters hinauswachsen. Ich bin mir sicher dass Tapfuma Gutsa, Tendai Rukodzi, Factor Ziira, Washington Msonza und Hans Peter Profunser, wenn sie heute anwesend wären, sehr stolz auf Ihren Schüler wären.

 

Im Bereich der Shona-Bildhauerei in Simbabwe sprechen wir heute von der dritten Generation von Bildhauern. Die erste Generation entwickelte ihr Handwerk mit ersten Ansätzen der modernen Kunst während der Zeit des Bürgerkrieges in Simbabwe von ca 1970 bis 1980, danach von ca 1980 bis 2000 sprechen wir von der zweiten Generation von Shona Bildhauern, und genau dieser Gruppe gehören die Bildhauer an die jährlich den Matombo Steinbildhauer-Kurs geleitet haben und leiten. Die jungen Bildhauer die seit der Jahrtausendwende diese Kunst erlernt haben nennen wir heute die dritte Generation. Obwohl Martin Amerbauer keine Reisen nach Simbabwe unternommen hat und den Großteil seiner Arbeiten in seinem Atelier nach seiner eigenen Inspiration fertigt, sehen wir mit großer Freude, dass die Arbeiten von Martin wunderbar mit der Entwicklung der Shona-Skulpturen der dritten Generation in Simbabwe harmonieren.

 

Unter diesem Aspekt war es uns ein großes Anliegen Martins Arbeiten erstmals im Matombo zur präsentieren und damit den neuen Zyklus „Inspiration Afrika“ zu starten.

 

Zu seinen hier ausgestellten 16 Arbeiten möchte ich nicht allzuviel sagen, da sie die Möglichkeit haben mit dem Künstler selbst individuell zu sprechen und mit Sicherheit bessere Antworten erhalten können als ich sie jemals erahnen könnte.

 

Nichts desto trotz möchte ich kurz auf die Auswahl eingehen. Was uns besonders gefallen hat sind einerseits die markanten und vielseitigen Frauenbilder, und andererseits die Erarbeitung von emotionalen Themen. Schön haben wir den Vorschlag von Martin gefunden die Frauenfiguren als Träger und Dach, L-förmig angeordnet, zu präsentieren. Auf der Linken Seite sehen Sie eine vertikale Säule von Frauenfiguren, mit der geerdeten Alma, der hellen Liegenden und Astrid II. Und sozusagen krönend die unerreichbare Diva. Diese vier Skulpturen sind in Marmor gearbeitet. Das Dach bilden die Archaische Form I und II und die Tänzerin, alle in afrikanischem Serpentin, die meiner Meinung nach gemeinsam mit der Diva unsere Traumbilder der Weiblichkeit darstellen. Eingebettet darin finden wir, ebenso aus Serpentin aus Simbabwe, die Verzweiflung, die Harmonie, die Zufriedenheit, Alberta und Adalbert, die Maske und eine Hommage á Constantin Brancusi II.

Auch eine Skulptur aus Alabaster, genannt „Weißer Kopf“, gehört mit zu dieser Ausstellung.

 

Die Skulpturen von Martin Amerbauer sind zweifelsohne wunderbar gearbeitete Kunstwerke, die eine gebündelte Aussagekraft besitzen und aufgrund ihrer Größe wirklich in jeglicher Umgebung Einzug finden können, und somit jedes Sammlerherz und Liebhaber der Skulptur beglücken.

 

Ich wünsche Ihnen nun noch viel Vergnügen bei der genaueren Betrachtung der Objekte und der hoffentlich anregenden Gespräche und möchte mich abschließend herzlichst bei Martin Amerbauer für sein uns entgegengebrachtes Vertrauen bedanken!