Martin Amerbauer  

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Laudatio von Frau Dr. Irmgard Lahner anläßlich der Ausstellungs­eröffnung „Verschlungen“ im Studio 9, Salzburg am 6. Mai 2017

 

 

Ich kenne Martin nun schon lange – wir arbeiten beide in der Universitätsbibliothek und haben uns sogar viele Jahre ein Büro geteilt. So lernte ich manche Facette seines - man kann durchaus sagen - eigenwilligen Charakters kennen. Ist Martin von etwas überzeugt, neigt er gelegentlich dazu, auch seine Umgebung nach seinem Willen (um-)gestalten zu wollen und so fand ich es durchaus passend, als er begann, manch spröden Stein nach seinen Ideen zu formen.

 

Inspiration für seine Werke zieht Martin aus klassisch-modernen westlichen Kunstwerken etwa von Constantin Brancusi, Eduardo Chillida oder Richard Serra und - das möchte ich nicht verschweigen, weil ich im gemeinsamen Büro viele Jahre sein Porträt vor Augen haben musste - Pablo Picasso.

 

Aber eine mindestens ebenso wichtige Inspirationsquelle ist für ihn die zeitgenössische afrikanische Bildhauerei, z.B. aus Zimbabwe. Immer wieder nahm und nimmt er an Workshops teil, bei Meistern der Bildhauerei wie Tapfuma Gutsa, um sich intensiv mit Material, Arbeitstechnik und anderen Fertigkeiten zu beschäftigen und so seinen künstlerischen Ausdruck immer weiter zu entwickeln.

 

Martin arbeitet mit allen möglichen Materialien wie Holz, Metall oder Marmor. In der Ausstellung hier sehen wir aber Skulpturen, die er aus seinem bevorzugten Material geschaffen hat, dem Serpentin. Mit diesen Materialien zu arbeiten, ist eine geistige und eine körperliche Herausforderung: aus einer Imagination, einer Idee muss ein reales dreidimensionales Objekt entstehen, es muss aus dem manchmal spröden, manchmal geschmeidigen Material herausgearbeitet werden.

 

Das erfordert erst einmal Kreativität und räumliche Vorstellungskraft, dann handwerkliches Geschick, Kraft und Feinsinn und eine gehörige Portion Geduld, dann können die Skulpturen so ästhetisch und dabei doch den Betrachter fordernd dastehen, wie wir es hier sehen.

 

 

Schon lange war Gabi fasziniert von bunt schillernden Perlen in allen Facetten und Farben und stetig wuchs das Verlangen, mit eigenen Händen und Ideen daraus etwas herzustellen, was ihrer Schönheit entsprach. Vor ca. 12 Jahren war es dann soweit: sie fertigte die ersten Schmuckstücke.

 

Bevorzugte Materialien sind neben Glasperlen auch Filz, Holz und Metall. Das Anfertigen von Ketten, Ohrringen, Armbändern und Lesezeichen ist eine wunderbare Passion, aber es ist noch viel mehr als das:  bei dem Arbeiten mit den Materialien kann Gabi ihrem Bedürfnis nach Schönheit nachkommen, ja, kann sie selbst erschaffen und dabei kann sie ihre Kreativität ausleben.

 

Manchmal hat sie bereits zu Beginn eine klare Vorstellung davon, wie ihre Kreation aussehen soll und sie ordnet die Perlen akribisch genau nach ihren Ideen an – manchmal aber lässt sie ihrer Phantasie freien Lauf und das Schmuckstück entsteht erst während des Tuns.

 

So oder so: jedes der Schmuckstücke ist ein Unikat, keines ist exakt wie das andere.

 

 

Warum die beiden in einer Ausstellung?

 

Außer natürlich der wunderbaren Tatsache, dass sich zwei künstlerische Naturen auch im Privaten zu einem Paar gefunden haben: ich meine, Schmuck und Skulpturen haben Gemeinsamkeiten!

 

Beide, Skulpturen und Schmuck, sind dreidimensional. Sie erfüllen ein Bedürfnis nach Verschönerung: entweder man will sich selbst verschönern: durch Schmuck; oder man will seine Umgebung verschönern: durch Skulpturen.

 

Und, was die beiden noch gemeinsam haben: jedes Schmuckstück und ebenso jede Skulptur ist immer auch eine Wertanlage – da ist zum einen natürlich der Wert des Materials, aus dem oder mit dem man ein Schmuckstück oder eine Plastik fertigt.

 

Den eigentlichen Wert bestimmt aber die Kunstfertigkeit, mit der ein Stück geschaffen wird, der unverwechselbare und einzigartige Ausdruck der Kreativität der Schöpferin oder des Schöpfers.

 

Und - wie wir in der Ausstellung sehen können - die Ausstellungsstücke bieten alles: Kreativität, Kunstfertigkeit und Materialwert.

 

Also schauen Sie sich um, bewundern sie Schmuck und Skulpturen und bereichern Sie sich – indem sie sich oder ihre Umgebung mit einem oder mehreren der Kunstwerke verschönern.