Martin Amerbauer  

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Beitrag von Gerhard Charles Rump im Katalog zur Ausstellung „Aufbruch zum Olymp II“ in der Galerie Schrade Schloß Mochental 2008

 

 

Organische Formen in anorganischem Material zu realisieren ist ein Hauptthema in der Bildhauerkunst. Es regiert im Werk von Michelangelo über Brancusi und Arp bis hin zu Alfred Hrdlicka. Man kann ihm, als Bildhauer, gar nicht entkommen.

 

Entscheidend ist hier, wie der Künstler mit dem Thema umgeht, was er ihm abgewinnt. Bei Martin Amerbauer hat seine Beschäftigung mit der Kampfkunst Aikido sicher dazu beigetragen, dass seine Werke von einer gewissen monumentalen Ruhe gekennzeichnet sind, die aus ihrem Zentrum schwingt, Sein Mut, historisch so stark besetzte Sujets wie „Der Kuss“ anzugehen, führt dabei zu sehr eigenen Ergebnissen: Nicht, wie in den Vorbildern, symmetrisch ist die Skulptur angelegt, sondern asymmetrisch.

 

Eine tiefe Einsicht: Auch in der Liebe sind die Partner ungleich, aber sie harmonisiert die Unterschiede auch. Wie „Lebende Steine“ (Lithops, Ruschioideae) wirkt manches Werk, und spielt möglicherweise sogar mit dieser Assoziation. Wichtig dabei ist, dass eine Zwischenwelt sich auftut, in welche man als Eroberer ästhetischer Erfahrungen hineintreten kann.